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Vorwort

Ich halte es für das Grundverständnis wichtig, dass ich den Blognamen kurz erläutere. Das Wort „Mythen“ oder auch das Wort „Legenden“ impliziert für mich oft, dass die genannten Behauptungen falsch oder nicht richtig sind. Das wiederum impliziert oft auch, dass der Schreiber von seinen Theorien so sehr überzeugt ist, dass er glaubt die Wahrheit zu kennen. Das bedeutet wiederum, dass es dem Schreiber weniger auf die Suche nach „einer Wahrheit“ ankommt sondern er eher auf der Suche nach Bestätigung für „seine Wahrheit“ ist. Das ist aber nicht mein Ziel.

Mein Ziel ist es, gewisse Theorien aus einer anderen Perspektive zu beleuchten. Was dazu führen wird, dass ich teilweise auch den gängigen Theorien der Mainstream-Wissenschaft widerspreche. Nebenher möchte ich auch ein paar alltagstaugliche Praxistipps & Alternativen weitergeben und damit Inspiraton, Motivation und Hilfestellung zum Kreativdenken geben.

Der Begriff „Kontroversen“ erscheint mir hier passender. Denn unter „Kontroversen“ verstehe ich Dinge, die man diskutieren kann, die umstritten sind und wo man sowohl gemeinsamer wie auch unterschiedlicher Meinung sein und bleiben kann. Mir geht es nicht um Idealismus sondern um Sachlichkeit.

Bevor es aber um die Ernährung an sich geht, gilt es im Folgenden noch einige Grundfragen zu klären.

Gibt es Wahrheit?

Ich bin überzeugt davon, dass es Wahrheit gibt. Eine objektive Wahrheit, die durch die natürlichen Prinzipien und kosmischen Mechanismen gestellt ist, in denen wir leben. Neben objektiven Wahrheiten gibt es allerdings auch subjektive Wahrheiten. Subjektive Wahrheiten sind die Wahrheiten, die durch unsere Wahrnehmung, Fähigkeiten, Eigenschaften, Erfahrungen und Persönlichkeiten gefärbt sind. Wir werden vermutlich niemals in der Lage sein, die objektive Wahrheit als objektive Wahrheit zu erkennen. Selbst dann nicht, wenn wir einmal 100% richtig liegen würden. Daher wäre es vermessen zu behaupten, dass man weiß was allgemein richtig und falsch ist.

Allerdings haben wir auch ein sehr intensives, instinktives Streben nach Wahrheit. Denn das Gefühl die Wahrheit zu kennen, gibt uns Sicherheit, Orientierung und Stabilität. Aber dazu braucht es manchmal auch neue Denkansätze. Besonders dann, wenn die Lebensqualität in eine Richtung absinkt, die mit herkömlichen Mitteln nicht wirklich zu retten ist.

Es ist ganz erstaunlich wie schnell und wie stark sich eine subjektive Wahrheit durch einen Satz verändern kann. Ganz gleich wie sehr man vorher an der Selbigen festhielt. Die Erfahrung mein eigenes Weltbild zu hinterfragen und auf den Kopf zu stellen, ist eine Erfahrung, die mir keine Angst mehr macht, da ich sie beinahe regelmäßig mache. Anfangs wurde ich dazu durch entsprechende Lebensumstände gezwungen. Inzwischen bereitet es mir große Freude und ohne dieses Gefühl wird es mir sehr schnell langweilig.

Mittlerweile bin ich von dieser Erfahrung so fasziniert, dass ich mich sogar auf Erfahrungen und Zeiten freue, die sich erstmal sehr negativ anfühlen. Wie beispielsweise der Verzicht auf Dinge, die für mich normal oder mir sehr wichtig für den Alltag sind. Manchmal muss man ins kalte Wasser geschmissen werden, um Schwimmen zu lernen. Aber hat man es einmal gelernt, verlernt man es nimmer mehr. Doch selbst wenn es gelernt hat, kann man immer neue Wege finden, das Gelernte anders umzusetzen um seinen Horizont zu erweitern.

Sind wissenschaftliche Studien als Indikator für richtig oder falsch geeignet?

Bevor man einer Studie zu sehr vertraut, sollte man meiner Einschätzung nach erstmal bestimmte Kriterien überprüfen. Wer hat diese Studie finanziert? Wer hat sie in Auftrag gegeben? Welches Ergebnis hat man erwartet und welches hat man erhalten? Wer hat die Studien durchgeführt? Wie wird das Ergebnis und die Abweichung vom erwarteten Ergebnis interpretiert? Wie wird das Ergebnis formuliert und kommuniziert? Wurden qualitative, quantitative und individuelle Unterschiede ausreichend differenziert berücksichtigt? In den meisten Studien und Vorträgen, die ich so kenne, ist das leider eher nicht der Fall. Und das lässt sich meist schon anhand unterschwelliger Diffarmierungen, persönlichen Neigungen oder fehlender Erklärungen feststellen. Aber das ist sehr Instituts- und Forscherabhängig. Ich habe schon beide Seiten kennengelernt. Und das ist wohl der wichtigste Punkt. Wissenschaft wird von Forschern gemacht und Forscher sind auch nur Menschen.

In vielen Fällen ist es äußerst schwer, überhaupt an erweiterte Informationen heranzukommen. Denn man forscht und publiziert großteils nur noch ergebnisorientiert und ergebnisreduziert. Um Ergebnisse einigermaßen richtig interpretieren zu können, braucht man jedoch sehr viel mehr Hintergrundinformationen als meist gegeben wird. Und man braucht oft Antworten auf Fragen, die man einer Studie nicht stellen kann, weil eine Studie weder denken noch sprechen kann. Das geht nur im direkten Austausch mit den Forscherteams.

Wie „gut“ Studien funktionieren, wird unter Anderem an den heutigen Ernährungstrends deutlich. Kleines Beispiel: Ein Veganer verteufelt alle Tierprodukte, ein Paleoaner verteufelt Getreide, Hülsenfrüchte und Tiermilchprodukte, ein Vegetarier verteufelt Fleisch (aber keine Tiermilchprodukte). Alle 3 Stile konsumieren viel von Etwas, was laut einem anderen Stil krankmachend sein soll und haben ihre passenden Studien dazu parat, welche belegen können, wie ungesund die Produkte doch seien. Dennoch scheinen sie alle relativ gesund zu leben. Komisch oder nicht? Allem Anschein nach gibt es also einen gemeinsamen Nenner. Darauf komme ich später noch einmal zurück.

Ich könnte noch viel mehr Beispiele nennen. Ich möchte mit diesem Beispiel nur verdeutlichen, dass Studien nicht wahrheitsgemäßer sind oder sein können als die eigene Wahrnehmung und Erfahrung. Denn dazu benötigt es weiterhin viel mehr Aspekte, die man garnicht allgemeingültig erforschen kann. Beispielsweise der individuelle Lebensstil (Bewegung, Pflege, Biorythmen), der Kontext der restlichen Ernährung, die eigene Magen-Darm-Gesundheit, Herkunft, Qualität und Quantität der einzelnen Lebensmittel, individuell-genetische Dispositionen und so weiter.

Desweiteren halte ich es für äußerst fragwürdig in welchem Maße wir intellektuell überhaupt in der Lage sind, die biochemische Welt ausreichend nachvollziehen zu können. Ich glaube, wir betreten hier Welten, welche wir aus gutem Grunde nicht mit dem bloßem Auge sehen können. Denn es handelt sich dabei um einen Komplex der unsere Vorstellungskraft maßlos übersteigt. Allerdings glaube ich auch, dass wir diese Dinge garnicht verstehen müssen, um zu wissen, was richtig und was falsch ist.

Nichts desto trotz muss man den Studien ihre empirische Beweiskraft in Einzelfällen auch zugestehen. Und das tue ich auch. Man sollte sie nur nicht so überbewerten, wie es mittlerweile zur Norm geworden ist. Das Problem liegt weniger in den Versuchen und Ergebnissen sondern viel mehr in der Interpretation dieser Dinge. Sowohl seitens der Forscher als auch der Medien, die sie publizieren und den Lesern. Informationen werden durch menschliche Färbungen gefiltert und bewertet und als sachlich verkauft. Man nimmt sich garnicht mehr die Zeit Informationen zu verarbeiten, sie in einem gähren zu lassen und drüber nachzudenken.

Und darauf bauen sich dann Weltbilder und Normalitäten auf, die bei genauer Betrachtung eigentlich jeder Vernunft entsagen. Man vertraut darauf, weil die Wissenschaft für die Öffentlichkeit längst zu einer Ersatzreligion verkommen ist, welche unser eigenes kritisches Denken zu ersetzen vermag und damit Teile unserer eigenen geistigen Freiheit und Individualität beraubt. Das halte ich für äußerst bedenklich. Denn man sucht in der Regel mittlerweile nur noch nach Antworten, welche von außen kommen und die eigene Problematik bestätigen (und eine passende „Lösung“ parat haben). Anstatt unterschiedliche Erfahrungswerte zu zulassen, daraus Zusammenhänge herzustellen, Widersprüchen auf den Grund zu gehen und nach einer Quintessenz zu suchen, aus der sich eigene Lösungswege herausfiltern oder gestalten lassen. Und das macht uns nebenbei bemerkt auch politisch, sozial und finanziell lenkbar.

Das war jetzt etwas ausführlicher und philosophisch aber das sind meine Gedanken zum Totschlagargument "Studie X sagt dies und das".

Damit möchte ich aber nicht zur pauschalen Ablehnung aufrufen. Ich rate dazu Fragen zu stellen und Überlegungen anzustellen. Selbst anfangen wissenschaftlich zu denken. Alternative Ideen zu erdenken und die Sinnhaftigkeit, Zusammenhänge und Logik zu hinterfragen. Studien sollte man vielleicht erstmal als Informationsquelle (statt als Wissensquelle!), Inspirationsimpuls, Denkanstoß oder Orientierungspunkt ansehen. Im Zweifel aber mehr Vertrauen in die eigene Intuition, Empfindung und Logik legen. Ich denke selbstständig und das tue ich selbst und ständig. Und ich hoffe, ich kann hiermit euch dazu inspirieren, dies auch zutun.

Ist Bio per se besser als konventionell?

Wenn wir davon ausgehen, dass alle konventionellen Bauern und alle Biobauern ihre Landwirtschat 100% so ausführen, wie es offiziell vorgeschrieben und empfohlen wird, ganz sicher: Ja. Denn Bio bedeutet zusammengefasst: Mehr Platz, mehr artgerechtes Futter, mehr natürliche Lebensumstände. Weniger Schadstoffe, weniger Stress. Dies gilt sowohl für Tiere als auch für Pflanzen. Und man sollte sich auch nicht der Illusion hergeben, dass Pflanzen durch das Abwaschen schadstofffrei wären. Denn sie nehmen diese Schadstoffe vor allem auch durch ihre Wurzeln, zusammen mit dem Wasser und Nährstoffen, in sich auf. Aber ganz so einfach ist es mit dem Bio bei genauerem Hinsehen dann eben leider doch nicht.

Erst einmal muss man wohl zwischen Bio-EU und Bioverbänden unterscheiden. Die EU-Bio-Richtlinien könnte man als verbesserte konventionelle Landwirtschaft bezeichnen. Bio ist im Trend und erlebt gerade eine Hochzeit. Die Industrien wollen natürlich das größte Stück vom Kuchen abgreifen und dazu braucht es ein Siegel. Denn Menschen vertrauen in Siegel. Das Geld landet hier meist aber einfach an falscher Stelle. Denn Bio-EU ist in der Regel kein Bio aus eigener Überzeugung sondern Bio aus Angst vor Profitverlust (meist, nicht immer!). Ich denke, dies ist ein offenes Geheimnis. Nichts desto trotz ändert es auch nichts an einer erhöten Qualität der Produkte. Die Verbesserung ist schon deutlich spürbar. Das sollte man natürlich nicht verschweigen. Allerdings ist „besser“ auch nicht immer gleich „gut“ und schon garnicht „optimal“.

Die Bio-Verbände hingegen verdienen an ihren Produkten nicht viel. Das liegt zum Einen an ihren hohen Kosten, zum Anderen an den hohen Preisen, die viele Menschen nicht bereit sind zu zahlen. Entweder weil sie es nicht wollen oder nicht können. Vergleicht man die Richtlinien mit EU-Bio, wird der Unterschied auch deutlich. Also kann man sich der Überzeugung dieser Verbände relativ sicher sein. Neben den bekannten großen Verbandsmarken wie Bioland oder Demeter gibt es oft auch regionale, eher unbekannte, Verbände. In Nordrhein-Westfalen gibt es zum Beispiel „Thönes“. Es macht Sinn sich darüber mal zu informieren.

Allerdings muss man sagen, dass diese Richtlinien eben nur Richtlinien sind. Ein Stück Papier, welches eigentlich wenig über das Wohlbefinden von Lebewesen aussagt. Und leider ist es tatsächlich so, dass die Bauern für die Kosten einer Prüfung und Zertifizierung auch noch selbst aufkommen müssen. Diese Kosten fließen dann natürlich auch in die Preise mit ein. Doch das können oder wollen sich viele Bauern nicht immer leisten, obwohl sie diese Richtlinien vielleicht schon erfüllen würden und setzen daher mehr auf Vertrauen gegenüber ihren Kunden. Und daneben gibt es noch normale Marken, die mehr Bio sind, als es Biomarken überhaupt sein können weil Landfläche, Gesetzgebungen und Wetterverhältnisse vielleicht einfach diese Möglichkeiten bieten.

Es macht also Sinn über den Tellerrand zu schauen, in dem man auf Wochenmärkte oder Bauernhöfe fährt um mit den Leuten zu sprechen und sich einen Eindruck zu machen. Oftmals kann man dabei auch gute Konditionen aushandeln und man hat ein gutes Gewissen dabei, das Geld an der richtigen Stelle zu lassen. Ich halte den Gedanken des direkten Bezugs für äußerst wertvoll, wenn es um ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit geht, da das Geld so garnicht erst in die großen Handelsketten fließt, die umweltschädliche Vorgehensweisen fördern.

Damit will ich im Grunde dasselbe sagen, wie bei den Studien. Ein Siegel bietet eine Orientierung. Es ist als absoluter Indikator für Bio nach ethischem Verständnis aber nicht entscheidend. Es macht, ungeachtet eines Siegels, immer Sinn hinter die Fassade zu schauen. Welche Philosophie vertritt der Erzeuger? Mit welchen Vereinen arbeitet er zusammen? Gibt er mir die Möglichkeit mit ihm persönlich Kontakt aufzunehmen? Wie geht er auf kritische Fragen ein? Welche Erfahrungen habe ich mit seinen und anderen Produkten gemacht? Am Ende des Tages ist es natürlich auch immer eine Frage von Zeit und Geld. Aber man muss nicht alles auf einmal wissen und richtig machen. Ab und zu kann man sich die Zeit dafür nehmen.

Ist Tierhaltung per se Tierquälerei?

Dies ist eine Frage über die man mal wirklich vernünftig und sachlich nachdenken sollte. Erst einmal stellt sich für mich da die Frage wozu ein Zaun oder ein Stall eigentlich gut ist? Ein Zaun bietet nur eine begrenzte Freiheit, das stimmt. Aber er bietet auch gewisse Sicherheiten vor Feinden wie Wölfe und Straßenverkehr. Ferner bietet ein Stall einen Schlafplatz, eine feste Futterstelle, Schutz vor Regen und Wärme für kalte Nächte. Ist das also grundsätzlich so verkehrt? Oder kommt es doch eher darauf an, was man daraus macht?

Der zweite Punkt ist aber viel interessanter. Tatsache ist nämlich, dass Säugetiere nur den Ort wechseln, wenn der Ort an dem sie bisher lebten, keine Nahrung mehr bietet. Das kann man sehr gut an den Zebras und Büffeln in der Savanne beobachten, welche unseren Nutztieren wohl am Nächsten kommen. Sie reisen nicht wegen Fernweh oder interessanter Kulturen durch die Lande sondern des Hungers wegen. Also auch wenn ich der Meinung bin, dass man als Lebewesen nicht genug Freiheiten haben kann, ist die Weidehaltung für Tiere nicht so schlimm, wie man es manchmal von manch einem Moralisten eingetrichtert bekommt, da dass Freiheitsbedürfnis der Tiere natürlicherweise eher eingeschränkt zu sein scheint.

Ich denke, die Kritik sollte man also mehr davon abhängig machen, ob die einzelnen Tiere sich wohl fühlen. Und das kann man sehen, wenn man sie sich ansieht und auf sie zu geht. Wenn ich Schafe oder Kühe auf der Weide gemütlich vor sich hingrasen sehe und sie mich an sich ranlassen, keine Wunden haben, keine Scheu oder Aggression zeigen und ich sie streichen kann, dann sieht es für mich so aus, als ob die Tiere keinerlei Stress empfinden sondern die Sonne und ihr saftiges Grün genießen. Wären sie mit ihrer Situation unzufrieden, wären sie auch in der Lage dies deutlich zu machen. Ich denke, dass können Landwirte oder Reiter aus eigener Erfahrung heraus auch bestätigen.

Allerdings würde ich nach Möglichkeit die kontrollierte Wildjagd mit Pflanzengift-Pfeilen in der freien Natur dennoch vorziehen. Nur denke ich, dass eine naturnahe Tierhaltung einen annehmbaren Kompromiss für diejenigen darstellt, die keine Möglichkeit oder kein Interesse an der Jagd haben.

Ist Tierzucht per se umweltschädlich?

Diese Frage lässt sich meiner Meinung nach mit einem klaren Nein beantworten, wenn man sich eingängig und sachlich mit unserem Geld- und Wirtschaftssystem befasst. Es wird oft damit argumentiert, dass man Regenwald- und Landflächen für den Anbau von Getreide und Soja abholzen und rohden würde, um mit einem Großteil des Ertrages, die Tiere unserer Landwirtschaft zu füttern. Das ist soweit auch richtig. Aber wenn man A sagt, sollte man auch B sagen. Was würde sich ändern, wenn alle Menschen dieser Welt wegen diesen Problemes auf Fleisch verzichten würden? Eigentlich nichts. Die Erträge würden lediglich anders verteilt und die Flächen gegebenenfalls anders genutzt werden. Aber sicher nicht ökologischer.

Die Ursachen dieser ökologischen Problematik liegen in unserem System. Diese Landflächen werden von Konzernen, Unternehmen und Investoren aufgekauft um daraus eine private Geldquelle zu machen. Das nennt man gemeinhin auch Privatisierung und betrifft nicht nur den Regenwald sondern auch Wasserquellen und andere Landflächen. Was man auf diesen Flächen anbaut, hängt letztlich davon ab, was sich am Profitabelsten züchten und verkaufen lässt.

Das eigentlich Tragische daran ist aber, dass wir die Erträge aus den Regenwäldern garnicht bräuchten um die Tiere satt zu machen. Dies ist wiederum eine Frage der Landwirtschaftsart. Es gibt ausreichend Modelle, die dies unter Beweis stellen, wie beispielsweise die Permakultur nach Sepp Holzer. Es würde genug Gras wachsen, wenn wir es einfach nur mal wachsen ließen, anstatt es als Unkraut zu betrachten. Darüber hinaus schmeißen wir täglich soviel Nahrungsmittel weg, dass wir uns, die Tiere und die Menschen aus armen Ländern problemlos miternähren könnten.

Ist Tiertötung per se verwerflich?

Diese Frage umfasst mehrere Facetten. Erst einmal bin ich der Meinung, man solle Tiertötung nicht mit Tierquälerei in einen Topf werfen. Denn leid- und stressfreies Töten ist kein Ding der Unmöglichkeit sondern lediglich eine Frage von Sorgfalt. Und ja, mir ist bewusst, wie herzlos das gerade klingt. Mich erschreckt es bei dieser Formulierung selbst ein wenig. Ist aber nicht so gemeint. ^^

Ob Tiere für den Fleischverzehr nicht sterben dürfen, ist für mich aber eine ganz andere Diskussionsgrundlage. Denn Leid ist kein Naturgesetz. Töten um zu (über)leben aber schon. Diese Fragestellung wirft dadurch eine Kette von weiteren Fragen auf, die mit menschengemachter Tierquälerei in keinerlei Verbindung stehen und nur sinnvoll diskutiert werden können, wenn man Emotionalitäten und Idealismus mal beiseite schiebt.

Ein paar Beispiele:
- Welche Stellung hat der Mensch in der Natur als bewusstes Wesen?

- Warum darf man Pflanzen töten aber Tiere nicht? Weil wir glauben sie würden nichts fühlen oder denken können?
Das sie empfinden und kommunizieren können steht mittlerweile außer Frage und ist auch offensichtlich.

- Wie kann man es bewerten dass, Tiere Tiere töten um zu überleben?

- Inwieweit spielt das Faktum Überleben überhaupt eine Rolle? Denn es gibt viele Tiere die auch aus Spaß töten. Delfine und Katzen zum Beispiel. Und das tun sie auf teils grausamste Weise.

Was ich damit ausdrücken will: Philosophisch bewegt man sich hier in einem Terrain, dass mit einem naturnahen Leben fast nichts mehr zutun hat, weil sich Lebewesen solche Fragen vermutlich garnicht stellen. Insofern ist es äußerst schwierig hier ein richtig oder falsch auszuhandeln. Diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten oder sie vielleicht einfach mal offen und unbeantwortet lassen. Wäre ja auch eine Option.

Nachdem diese Problematik ausreichend erläutert wurde, wird dann noch oft die Frage hinterher geschoben, ob man Haustiere auch töten würde? Vermutlich würde man das nicht. Aber das hat auch seine Berechtigung. Denn durch die Entscheidung des sozialen Zusammenlebens mit diesem Tier baut man eine emotionale Beziehung zu ihm auf und es entwickelt sich eine größere Empathie. Das kann natürlich auch mit Nutztieren passieren. Aber das muss nicht jedem Menschen so ergehen. Jeder Mensch hat ein individuelles Empathievermögen. Daher halte ich dieses Argument eigentlich für verfehlt.

Was ist eigentlich „artgerechte Ernährung“?

Erst einmal möchte ich erläutern, dass ich die Einteilung von Lebewesen in Pflanzen- und Fleischfresser für ein Dogma und eine falsche Herangehensweise halte.

Leider ist es so sehr in unser eigenes Weltbild implementiert, dass wir uns garnicht mehr die Zeit nehmen, das mal genauer zu hinterfragen. Genauso wie beispielsweise die Jäger&Sammler-Theorie, die genetische Relevanz für Krankheiten, die „Survival of the fittest“- Theorie, die Unterteilung mehrerer Hauttypen, das Urknall-Modell oder das Eulen&Lerchen-Modell aus der Schlafforschung. Alles Theorien mit denen ich mich nicht anfreunden kann, da sie zu Ende gedacht einfach keinen Sinn machen und in unserer Logik nur funktionieren, weil man sowohl entscheidende Faktoren wie auch handfeste Widersprüche nicht sieht oder sehen will. Aber da gehe eventuell ein anderes mal näher drauf ein.

Reine Pflanzenfresser und Fleischfresser gibt es, bis auf wenige Ausnahmen, in der Natur nicht wirklich.

Eine Kuh oder ein Kaninchen fressen das Gras auf der Weide. Doch auf und in diesen Gräsern leben wiederum viele Tiere, die einfach ungeachtet mitgefressen werden: Spinnen, Läuse, Käfer, Schnecken, Insekteneier etc. Der extrem hohe Eiweißgehalt dieser Tiere ist allgemein bekannt. Und anhand dessen, wieviel Pflanzen von vermeintlichen Pflanzenfressern gefressen wird, vermute ich, dass dieser Fleischkonsum auch entscheidend für deren Gesundheit ist.

Andersrum ist es ganz ähnlich. Fleischfresser kann man öfters dabei beobachten, wie sie Gras fressen. Bei Hunden und Katzen kann man es direkt sehen. Über die tatsächlichen Beweggründe und Relevanz für deren Gesundheit kann man nur spekulieren. Das spielt aber eigentlich auch keine Rolle. Es geht erstmal nur darum, aufzuzeigen, wie sehr man sich durch diese blind-kategorische Denke verläuft. Besonders wenn man reflektiert, in welchem absurden Ausmaße Menschen sich darüber streiten.

Was es hingegen aber tatsächlich zu geben scheint, ist der Fokus auf eine bestimmte Nahrungsquelle. „Pflanzenfresser“ jagen nicht gezielt nach Tieren und „Fleischfresser“ werden alleine von Gras nicht satt und würden auch nicht lange überleben.

Die Definition der artgerechten Ernährung finde ich daher sehr spannend. Ich verfolge hier einen ganz eigenen Ansatz. Artgerechte Ernährung definiere ich als; „Sich von dem zu ernähren, was einem Wesen gemäß seiner intellektuellen, physiologischen und regionalen Möglichkeiten sowie sozialen Strukturen zur Verfügung steht“. Das ist jetzt erstmal sehr allgemein. Aber es scheint mir von jeder Position eines jeden Lebewesens aus erstmal sinnvoll und zutreffend zu sein.

Als Ausgangspunkt für uns Menschen orientiere ich mich an unsere Vorfahren: Dem Schimpansen und den Urvölkern. Diese ernähren sich im Wesentlichen von denselben Dingen wie wir es heute tun. Bleiben und blieben jedoch weitestgehend von unseren Zivilisationskrankheiten verschont. Die Forschung rätselt angeblich heute noch darüber, warum das so ist. Nun, für mich ist das relativ eindeutig.

Der große Unterschied der natürlichen Ernährung gegenüber der Mainstream-Ernährung besteht in der Balance aus Qualität und Quantität. Das bedeutet Frische, Schadstofffreiheit, natürliche Lebensumstände, Vielfalt, Ausgewogenheit. Und dies ist auch der einzige gemeinsame Nenner der ganzen Ernährungstrends und bietet damit eine Erklärung, warum sie trotz widersprüchlichen Sichtweisen dennoch funktionieren.

Schimpansen sind also Allesfresser. Der Hauptbestandteil ihrer Ernährung besteht aus Obst, Samen, Gemüse, Nüssen, Kräuter, Blätter, Pilzen und kleinen Insekten.

Größere Mengen Fleisch spielen scheinbar nur eine untergeordnete Rolle. Haben dafür aber einen hohen sozialen Stellenwert. Denn sie jagen eher selten und es ist, genau wie das Fressen der Beute, ein Gruppen-Event. Wer sich etwas in Psychologie auskennt, der weiß, dass solche Rituale bei uns Menschen für das Gefühl des familiären Zusammenhalts äußerst wichtig sind. Und ich kann von mir zumindest behaupten, dass ich, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dieses Bedürfnis auch in mir verspüre. Wenn die Familie gut miteinander auskommt, sind gemeinsame Mahlzeiten eines der schönsten Ereignisse eines Tages. Es ist naheliegend, dass dies bei Affen ganz ähnlich ist. Urvölker hingegen machen daraus sogar Zeremonien und Feste.

Daraus lässt sich also ableiten, dass menschspezifische artgerechte und gesunde Ernährung bedeutet, den Fokus auf pflanzliche, frische Lebensmittel zu legen und Tierprodukte in Maßen zu konsumieren. Außerdem auch wieder ein Bewusstsein und eine gewisse Demut für Genuss, Qualität, Vielfalt und Kreativität zu entwickeln. Das können wir am Besten, in dem wir wieder anfangen unsere Gerichte aus frischen Lebensmitteln selbst zu zubereieten. Eine geeignete Ausgewogenheit aus Pflanzen- und Tierprodukte beziehungsweise Qualität und Quantität ergibt sich passenderweise schon fast von alleine, wenn man, im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten, bei der Lebensmittelauswahl, die Priorität auf Qualität statt auf den Preis legt. Und sich mit der Vielfalt der Pflanzenwelt mal praktisch auseinandersetzt.

Anmerken sollte man allerdings auch, dass Tierprodukte nicht essentiell für unsere Gesundheit sind. Alle Nährstoffe sind durch vollwertige pflanzliche oder pilzartige Lebensmittel zu bekommen. Manchmal muss man nur einfach länger suchen und etwas um die Ecke denken, weil die zivilisierte Lebensweise und der ökologische Zustand sich so sehr von der Natur entfernt hat.

Ist unser Magen-Darm-Trakt als zuverlässiger Indikator geeignet?

Im Grunde natürlich ja. Denn unser Trakt hat sich, bis auf den Blinddarm, während unserer evolutionären Entwicklung kaum verändert. Er kann im gesunden Zustand sowohl tierische als auch pflanzliche Lebensmittel hervorragend verdauen. Vorausgesetzt, sie wurden im Vorfeld ausreichend durchgekaut und von den Sekreten des Mundspeichels aufgeweicht.

Ein Problem besteht allerdings darin, dass Menschen diverse Lebensmittelunverträglichkeiten als Anlass nehmen, bestimmte Lebensmittelgruppen als per se gesundheitsschädlich zu deklarieren, ohne überhaupt auf den Gedanken zu kommen, die Qualitäts- und Quantitätsverhältnisse ausreichend differenziert zu betrachten. Und natürlich gibt es zu allem auch immer die Studie, in der man sich bestätigt fühlen kann. Letztendlich erkennen diese Menschen aber vermutlich einfach den eigentlichen dahinerstehenden Kreislauf nicht.

Wenn ein Ernährungsstil so ungesund ist, dass er die Gesundheit des Magen-Darm-Traktes so nachhaltig schädigt, dass dieser bestimmte Nährstoffe einfach nicht mehr richtig verarbeiten kann, dann bringt es natürlich nicht mehr viel einfach die Marke zu wechseln, da gewisse Mechanismen einfach nicht mehr ordentlich funktionieren können und somit die Stoffwechselprozesse stark beeinträchtigt sind. Was mitunter auch weitere Unverträglichkeiten nach sich ziehen kann. Mit Lebensmittelunverträglichkeiten sind aber nicht nur die klassischen Intoleranzen und Allergien gemeint. Dies kann durchaus jeden Nährstoff und jedes Lebensmittel betreffen und sich auch in den Auswirkungen und Intensitäten unterscheiden und entwickeln. Aber wenn man wissenschaftliche Studien als Wahrheit idealisiert, hat man natürlich keinen Anlass darüber nachzudenken. Daran wird nun beispielsweise ersichtlich wie solche Studien die eigene Denkfähigkeit einschränken können.

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es bei einer gesunden Ernährung garnicht erst zu diesen Problemen gekommen wäre, beziehungsweise diese sich, mit speziellen Lebensmitteln, wieder beheben lassen.

Ist unser Gebiss als zuverlässiger Indikator geeignet?

Hier würde ich eher mit „Nein“ antworten. Denn ich denke, dass die Mainstream-Wissenschaft bei dieser Frage vollkommen auf den Holzweg ist. Dazu muss man erstmal verstehen wie Evolution funktioniert. Der Spruch „die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ trifft es da sehr gut. Nur dass dieses Prinzip für unseren ganzen Organismus gilt. Für Organe, Muskeln, Hirn, Hormonsystem, Genetik, Knochengerüst und eben auch dem Gebiss. Alles passt sich über längere Zeit hinweg seinen Anforderungen an.

Die gängige Theorie besagt ja nun salopp gesprochen, dass der Verzicht auf Rohfleisch ein wesentlicher Teil während der Entwicklung zum „Homo“ war und wir erst im Laufe der Evolution lernten das Feuer zu nutzen und so wieder begannen Fleisch zu konsumieren. Allerdings heisst es auch, dass wir ab der Evolutionsstufe „Erectus“ wieder Fleisch konsumiert haben, da wir in dieser Zeit lernten, uns das Feuer zu Nutze zu machen und es daher wieder kauen konnten.

Nun gibt es zwischen „Schimpanse“ und „Erecuts“, laut Theorie, aber nur eine weitere Stufe. Diese nennt man „Antecessor“. Allerdings ist die Existenz und Bedeutung dieser Stufe höchst umstritten, da es keine Funde gibt, die seine Existenz als eigenständige Evolutionsstufe ausreichend bestätigen. Und selbst wenn man mal davon ausgeht, dass dieser Antecessor als eigenständige Evolutionsstufe existiert hat, ist soweit überhaupt nichts über seine Ernährung oder seinem Umgang mit Feuer bekannt. All diese Theorien zusammengefasst bedeuten also, dass es eigentlich keinen Anlass dazu gibt, anzunehmen, der Mensch sei jemals ein reiner Pflanzenfresser gewesen. Ich verfolge jedenfalls eine andere These. Ich glaube, dass es in unserer Evolutionsgeschichte nie eine fleischlose Zeit gab. Und die Veränderung unseres Gebisses und unseres Hirns erkläre ich mir ein wenig anders.

Während des Erlernens des aufrechten Ganges, haben wir auch irgendwann gelernt das Feuer zu beherrschen. Durch die Beherrschung des Feuers und der Entwicklung des aufrechten Ganges, fanden mehrere Entwicklungen parallel statt, welche sich gegenseitig förderten und ineinander griffen. Denn Feuer ist nicht nur eine Wärmequelle sondern auch eine Lichtquelle und ein Jagdinstrument. Und so fand der eigentliche Evolutionssprung zum Menschen erst statt.

Diese Prozesse waren unter anderem:

- Neue Möglichkeiten den Alltag zu strukturieren, da man sich nun vom Tages-Nacht-Rythmus unabhängig machen konnte.

- Die Jagd taktischer und effizienter zu gestalten, was zur Förderung vielerlei kognitiver Fähigkeiten führt. Und im Laufe der Entwicklung nahmen diese Fähigkeiten immer mehr zu. Zum Beispiel durch Werkzeugbau, Waffenbau, Hausbau, etc.

- Die Erhöhung der tierischen Eiweißzufuhr, da die Erträge wesentlich höher und regelmäßiger waren. Erhöhung, nicht Wiederaufnahme!

- Eine Entlastung des Gebisses durch das Erhitzen des Fleisches wodurch die Reißzähne nutzlos wurden und sich langsam zurückbildeten.

- Ein, durch all diese Punkte, bedingter Wachstum des Hirns und eine entsprechende Verschiebung der Schädelressourcen.

- Weiterhin wird vermutlich auch die Entwicklung zum aufrechten Gangs (Wirbelsäule, Gewichtsverlagerung des Kopfes) und die Anpassung des Magen-Darm-Traktes (weniger Energieverbrauch der Verdauung wegen des Garens) hier wesentlich mitgewirkt haben.

All diese Dinge fanden über etliche Generationen statt. Und vermutlich noch wesentlich mehr.

Der wesentliche Kernpunkt ist: Das Gebiss hat sich verändert, weil die Reißzähne erst durch das Feuer keinen praktischen Nutzen mehr hatten. Und nicht, weil wir erst aus unerfindlichen Gründen irgendwann mal ganz aufhörten und dann aus ebenso unerfindlichen Gründen wieder anfingen.

Welche der Theorien nun aber richtig oder falsch ist, sei mal dahingestellt. Darauf kommt es mir garnicht an. Es wird lediglich deutlich, dass diese Entwicklung nicht an wenigen einzelnen Punkten festzumachen ist. Es ist eher ein hochkomplexer biologischer Prozess über Jahrmillionen hinweg gewesen, der nur Vermutungen zulässt. Selbst unter Wissenschaftlern ist dieses Thema sehr umstritten.

Aber bei einer Sache bin ich mir ganz sicher. Die Natur ist so komplex und so symbiotisch vernetzt, dass solche argen Veränderungen nicht im Einzelnen und nicht linear stattfinden können. Der Mensch ist, in der Regel, aber nur in der Lage linear zu denken. Und das führt uns oft in eine falsche Richtung.

Vitamin B12

Kommen wir zur Abwechslung mal zu einem Argument, welches stets gegen den Veganismus verwendet wird. Es besteht der Aberglaube, Vitamin B12 würde es nicht oder nicht ausreichend in Pflanzen geben. Auch diese Aussage halte ich für fundamental falsch und wird teilweise auch von der Veganerlobby missbraucht, um ihre Supplemente an den Käufer zu bringen. Davon kann ich nur abraten und empfehlen sich natürliches Vitamin B12 zu zuführen. Ich sehe Nahrungsergänzungsmittel genauso kritisch wie Medikamente, weil ihre positiven, negativen und langzeitlichen Wirkungen auf unsere Gesundheit einfach nicht einschätzbar sind. Auf der sicheren Seite, wie dann oft behauptet wird, ist man damit ganz sicher nicht. Wie ihr euch natürliches pflanzliches Vitamin B12 zuführen könnt, werd ich jetzt erklären.

Dazu muss man erst einmal wissen, wie und wo Vitamin B12 produziert wird. Im Dickdarm existieren Bakterien, welche diese Aufgabe übernehmen. Dieses Vitamin B12 können wir aber natürlich nicht aufnehmen. Stattdessen scheiden Tiere und Menschen diese Bakterien mitsamt des Kots aus. „Gesunder Kot“ ist der nährstoffsreichste Dünger den man sich vorstellen kann. Die Gräser und Pflanzen, welche darauf wachsen nehmen diese Nährstoffe durch ihre Wurzeln in sich auf. Inklusive dem Vitamin B12. Desweiteren „kleben“ sie aber auch an den Blättern.

Der Grund warum wir heutzutage einen Vitamin B12 Mangel in unserer Ernährung vorfinden, liegt in unserer Landwirtschaft, die kein natürliches Wachstum und keine natürliche Flora&Fauna mehr zulässt, unsere Infrastrukturen, die jegliches Stück Land mit Straßen und Häusern zupflastern und unserem Reinlichkeitswahn, der alles als Dreck, Unkraut, eklig etc. abwertet. Unter natürlichen Umständen wäre vermutlich die ganze Welt voll von pflanzlichem VitaminB12.

Das bedeutet nun, wir bräuchten einen Ort wo die Natur noch einigermaßen intakt ist. Das Naheliegenste wäre wohl ein Waldgebiet, welches unter Naturschutz steht. Die dort wachsenden Gräser und Kräuter sind eine ideale Nahrungsquelle für den gesamten Nährstoffbedarf. Alternativ kann man sich aber auch etwas Erde von dort mitnehmen, sie in Blumentöpfe abfüllen und sich eigenes Gras ziehen. Beispielsweise Weizengras. Das Gras kann man in Smoothies, Tees oder als Gewürze verarbeiten. Die verschiedenen Gräser besitzen übrigens, wie jede Pflanze auch, unterschiedliche Geschmacksaromen. Also Gras ist nicht gleich Gras.

Nachhaltige Ernährungsumstellung

Damit man eine möglichst stressfreie und positive Ernährungsumstellung ohne Rückfälle oder schlechtem Gewissen auf die Reihe bekommt, sollte man sich eines bewusst machen: Nichts geht von heute auf morgen. Man muss niemanden was beweisen und man hat alle Zeit der Welt. Der Clou ist einfach der, dass es bei einer Umstellung garnicht so sehr darauf ankommt, ungesunde Lebensmittel auszusortieren, sondern erstmal seine Ernährung durch gesunde und vollwertige Lebensmittel zu ergänzen. In der Regel wird es immer andersherum praktiziert und empfohlen. Es macht keinen Sinn auf Dinge zu verzichten, wenn man innerlich noch nicht wirklich bereit dazu ist. Erst einmal braucht der Körper und der Geist die Alternativen, die es ihm ermöglichen, von den ungesunden Gelüsten abzulassen. Deswegen scheitern so viele daran oder versuchen es garnicht erst.

Macht es Schritt für Schritt im eigenen Tempo und nach eigenem Ermessen. Das ist entscheidend damit man sich psychologisch, physiologisch (Heißhunger) und finanziell nicht überfordert. Durch das Ergänzen von gesunden Lebensmitteln verringert sich die Menge an ungesunden Lebensmitteln automatisch, da sich an der Menge die man braucht um Satt zu werden, ja nicht allzu viel verändert. Hat man sich erst einmal dazu entschlossen und den ersten Schritt getan, geht der Rest beinahe von allein. Außerdem spricht auch nichts gegen Ausnahmen im Sinne einer Tafel Schokolade, Gebäck oder Restaurant, wenn die heimische Basis stimmt. Unser Körper hat enorme Regenerationskräfte und Willenskräfte sofern er nur genügend Nährstoffe zur Verfügung gestellt bekommt. Deshalb macht euch keinen Stress. Verändert nur die Dinge, zu denen ihr euch bereit fühlt. Und lasst euch von eventuellen Rückschlägen nicht entmutigen. Manchmal braucht der Körper etwas länger als der Wille.

Getränke

Getränke sind meiner Meinung nach, bei einer Ernährungsumstellung, der wichtigste Schritt von allen. Denn nichts ist so zucker- und chemieverseucht wie die Supermarktgetränke. Um zu verstehen, welche Getränke für uns gesund sind und welche nicht, muss man erstmal ein paar grundlegende Sachen wissen.

Der Mensch ist ein Süßwassertier und kein Salzwassertier. Bis auf ein paar Krokodilarten, sind garkeine Landtiere Salzwassertiere. Nun bedeutet Süßwasser aber nicht süßes Wasser. Genauer wird das bei den englischen Übersetzungen deutlich. Dort heißt Süßwasser auch fresh water oder soft water. Also frisches Wasser oder weiches Wasser. Süßwasser nutzt man scheinbar nur als Gegenbegriff für Salzwasser. Süßwasser bezeichnet also ein salzarmes Wasser. Das bedeutet, dass wir mit den Mineralien in unserem Trinkwasser, entgegen der allgemeinen Meinung, überhaupt nichts anfangen können und wir möglichst sauberes, mineralarmes, reines Wasser brauchen.

Wasser hat die Aufgabe Nährstoffe in unsere Zellen zu transportieren und Giftstoffe wieder auszuscheiden. Um das besser zu verstehen, kann man es sich wie einen Bus vorstellen. Je mehr Plätze frei sind, desto mehr Molekühle kann er transportieren. Die Reinheit des Wassers lässt sich mit einem kleinen TDS Messgerät ermitteln, welches man überall günstig kaufen kann.

An reines Wasser kommt man durch zwei Möglichkeiten. Entweder kauft man sich hochwertiges, mineralarmes Markenwasser, welches aus artesischen Quellen bezogen wird (zb. Lauretana) oder man beschafft sich einen Umkehrosmosefilter. Mehr Informationen zum Thema und günstige Filter findet auf dem Blog des Wasserforschers Michael Schulze unter lebendiges-trinkwasser.de

Gegen andere hochwertige Getränke wie Kokoswasser, selbstgepresste Fruchtsäfte, Kaffee, Milch, Kakao, Tee, Sole, Kefir usw. ist aber grundsätzlich nichts einzuwenden. Wichtig ist nur, dass man genug Wasser am Tag trinkt. Erstmal stellt sich da die Frage, wieviel „genug“ eigentlich ist. Mein Orientierungswert ist da 3 Liter am Tag. Plus, Minus 500ml. Das klingt jetzt erstmal viel, ist es aber eigentlich nicht, wenn man weiß wie das zu bewerkstelligen ist. Dazu habe ich verschiedene Tipps.

1 - Getränke verdünnen. Wenn man Supermarktgetränke konsumiert und aufgrund des Zuckers nicht von Ihnen loskommt, hat man die Möglichkeit, diese mit Wasser zu verdünnen. Schritt für Schritt immer etwas mehr in Richtung Wasser. So kann man sich stressfrei entwöhnen. Eine andere Möglichkeit wäre, eine Flasche Getränk und Wasser immer abwechselnd zu trinken und den Algorythmus in Richtung Wasser zu verändern. Bis man auf diese Getränke verzichten kann, kann es schon 1-2 Jahre dauern. Das ist bei jedem unterschiedlich. Deswegen sollte man geduldig sein. 

2 - Das Wasser immer in Sicht- und Reichweite stehen haben. Dann trinkt man automatisch mehr und öfters.

3 - Eine gute Tagesstruktur aufbauen und nicht auf den Durst warten. Dies sieht bei mir zb. wie folgt aus: 10 Uhr Frühstück, 15 Uhr Mittag, 20 Uhr Abendbrot. Diese Zeiten sind nicht in Stein gemeißelt aber bieten mir eine gute Orientierung. Vor bzw. nach jeder Mahlzeit habe 5 Stunden Zeit. In dieser Zeit verteile ich 1 Liter auf 3-4 Tassen. Dabei ist es nicht förderlich darauf zu warten, dasss man Durst bekommt. Denn Durst ist ein Anzeichen für Dehydrierung, also Wassermangel. Diesen Zustand sollte man jedoch eher verhindern. Hinzu kommen dann noch die Mahlzeiten, bei denen man in der Regel zusätzlich was trinkt. Nach einiger Zeit entwickelt man dann dafür ein Gefühl und eine Routine.

Kefir

Kefir ist unter den besonderen Lebensmitteln ein äußerst besonderes Lebensmittel. Es wird mithilfe von Kefirknollen oder Kefirkristallen hergestellt. Diese füttert man in einer Flüssigkeit mit Kohlenhydraten. Beispielsweise Vollrohrzucker in Wasser oder dem Milchzucker in abgekochter Milch. Lässt man dies nun ein paar Tage stehen, findet ein Gärungsprozess statt. Das bedeutet die Kefirbakterien verarbeiten diese Kohlenhydrate.

Dabei entstehen jede Menge Bakterien, Vitamine, Mineralien und weitere Nährstoffe, die äußerst gesundheitsförderlich bis heilend in unserem Darm wirken. Mithilfe dieses Lebensmittels habe ich mich von meiner Darmfehlbesiedlung und Histaminintoleranz befreien können. Ich kann jedem nur empfehlen sich darüber zu informieren und es in seiner alltäglichen Ernährung einzubauen. Zumal es äußerst günstig ist und man es, bei achtsamen Umgang. auch nur einmal kaufen muss. Außerdem schmeckt es äußerst lecker und man kann auch hier natürlich wieder mit allerlei Zutaten variieren. Neben dem Kefir sei auch noch der Kombuchapilz erwähnt, welcher eine ähnliche Wirkung hat.

Süßungsmittel

Dieses Thema ist etwas komplexer als es die meisten Seiten darstellen. Das Haushaltszucker ungesund ist, ist ja kein Geheimnis. Auch Honig ist für uns, entgegen der allgemeinen Meinung, ungesund und hat letztlich dieselben negativen Wirkungen wie Zucker, da er zu etwa 80% aus Zucker besteht. Das musste ich am eigenen Leib erfahren. In meiner Low-Carb Zeit wollte ich Honig dahingehend testen und habe eine Scheibe Brot mit ein wenig Honig gegessen. Die Folge waren wochenlange Heißhunger-Attacken, die ich nur mit massenhaft Obst in den Begriff bekommen konnte. Das hat mich jetzt nicht krank gemacht, aber die starke Wirkung auf den Blutzucker wurde mir damit deutlich. Und das ganze Obst wurde irgendwann verdammt teuer.

Das ist aber eigentlich nichts Besonderes. Honig ist speziellkonzipierte Nahrung für Bienen und deren Nachwuchs. Diese Tiere haben aufgrund ihrer Flügel einen wesentlich höheren Energiebedarf als wir Menschen. Dass Honig für uns nicht folgenlos funktioniert, erklärt sich für mich daher eigentlich von selbst.

Außerdem sehe ich den Verzehr von Honig auch im Sinne des Tierwohls sehr kritisch. Denn wir entziehen ihnen damit einen Teil ihrer Lebensgrundlage. Es wird zwar immer Nachhaltigkeit suggeriert, aber was weg ist, ist weg und muss erneuert werden. Und das bedeutet andauender Stress für die Bienen. Inbesondere im Hinblick darauf, dass sie es mittlerweile ohnehin schon schwer genug haben, ausreichend Nektarquellen zu finden.

Mein Ersatzfavorit für Haushaltszucker ist Birkenzucker. Und mein Ersatzfavorit für Honig lautet Yacon-Sirup. Beide Produkte bestehen zum größten Teil aus Zuckerformen, welche nur äußerst geringfügig von der Leber abgebaut werden können und in dem Fall den Blutzuckerspiegel stabilisieren, statt ihn kurzzeitig zu erhöhen. Der Großteil dieser Zuckerformen wird aber über den klassischen Weg ausgeschieden und kommt unseren positiven Darmbakterien zu Gute. Außerdem ist beides basisch und diabetikerfreundlich. Optisch und geschmacklich ähneln Birkenzucker und Yacon-Sirup dem Haushaltszucker und dem Honig sehr stark. Desweiteren gibt es für die jeweiligen Produkte auch noch andere gesundheitsfördernde Effekte und keinerlei Probleme mit Heißhunger. Allerdings muss sich unser Körper erst an diese Zuckerformen gewöhnen, weshalb man es zu Anfang nicht übertreiben sollte. Sonst kann es zum Durchfall oder zu Blähungen kommen. Außerdem ist der Preis noch relativ hoch. Daher empfiehlt sich ohnehin ein sparsamer Umgang.

Andere verarbeitete Süßungsmittel, die ich bisher kennengelernt habe, werden von unserer Leber verstoffwechselt und wirken sich sehr negativ auf unseren Blutzucker, unserer Psyche, unserer Zahn- und Darmgesundheit aus. Das gilt sowohl für sämtliche Streuzuckerarten, sämtliche Sirups, Honige, Dicksäfte und auch für getrocknete Früchte. Ein Zuviel an Zucker führt bei mir schnell zu depressiven Verstimmungen. Und dieses Zuviel kann schon recht wenig sein. Ich denke, das kann für depressive Menschen ein wesentlicher Faktor sein, der vom Arzt natürlich nicht gesehen wird.

Die einzige Ausnahme wäre noch Stevia. Allerdings soll Stevia eine Süßkraft von 400:1 zu Haushaltszucker haben. Das klingt schwierig zu managen und der Preis ist ungleich höher.

Ansonsten findet ihr aber auch eine günstigere, geschmacklich vielfältigere und ebenfalls gesunde Alternative im Pürieren von Obst und Nüssen oder Gewürzen wie Zimt, Kurkuma, Kokosraspeln, Vanille oder Kakaopulver. Mit dem Pürieren kann man sich auch ganz einfach Ersatz für Marmeladen und Nusscremes selbst machen und Zutaten nach eigenen Ideen kombinieren.

Milchprodukte

Tiermilchprodukte sind ein recht umstrittenes Thema. Grundsätzlich stimme ich damit überein, dass Tiermilch ein für spezifische Arten und Altersgruppen angepasstes Nährmittel ist. Daraus zu schließen, dass Milchprodukte uns krank machen, sehe ich jedoch nicht zwangsläufig..

Wir konsumieren seit über 10.000 Jahren Milch. Und derzeit befinden wir uns in einem Prozess der genetischen Anpassung. Das lässt sich beispielsweise an der schwindenden Laktose-Intoleranz erkennen. Und inwiefern andere Nährstoffe und Hormone unseren Organismus beeinflussen, halte ich für kaum einschätzbar. Ich denke, dass muss jeder Mensch für sich selbst testen, wenn er es wissen wil. In dem nab eine Zeit lang auf Tiermilchprodukte verzichtet und schaut ob sich dadurch etwas verändert.

Allerdings muss man sich dieser eventuellen Gefahr auch garnicht aussetzen. Denn man kann sich Milch auch aus Nüssen herstellen. Dazu lässt man Nüsse über Nacht einweichen und mixt sie dann mit Wasser. Die Mandelmilch ist ja relativ bekannt dafür. Man kann es aber mit allen Nüssen probieren. Und im Anschluss lässt sich daraus auch Käse herstellen, welchen man wiederum mit unterschiedlichsten Zutaten anreichern kann.

Getreideprodukte

Wenn man es streng sieht, dann kann man sagen, dass Getreide für uns sehr ungesund und nicht artgerecht ist. Saat besitzt eine Fülle an Antinährstoffen und ist stark säurebildend. Getreide scheint prinzipiell kein wirkliches Lebensmittel für Säugetiere und viele andere Tiere zu sein. Bis auf kleine Vögel kenne ich zumindest keine, die Getreide überhaupt verdauen könnten. Getreideprodukte, welche für uns in aller Konsequenz gesund sind, wird man nirgendwo finden. Weder im Supermarkt, noch beim Biobäcker. Denn um Getreideprodukte gesund zu machen Bedarf es einige Arbeitsschritte, die man alleine schon aufgrund von Zeitkosten, wohl nicht vom Bäcker erwarten kann.

Dazu muss man die Saat 30-60Minuten lang kochen lassen. Danach 24 Stunden einweichen lassen. Dadurch löst sich ein Großteil der Antinährstoffe schon heraus. Dann sollte man sie 1-3 Tage ankeimen lassen. Durch diesen Prozess werden die restlichen Antinährstoffe (bis auf das Gluten) abgebaut, eine Fülle von Mineralien und Vitamine werden freigesetzt und die Saat wird basisch. Ist das getan, muss man es nocjh trocknen. Danach erst kann man die Keimlinge im Mixer zu Mehl verarbeiten und damit eigenes Brot backen. Allerdings funktioniert das Backen mit Keimlingen ein wenig anders. Da sollte man sich vorher im Internet genauer drüber informieren. Auch hier möchte ich auf die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten sämtlicher Lebensmittel hinweisen, welche man beim Bäcker nicht finden wird. Es ist eine ganz eigene Geschmackswelt, welche es trotz des Aufwands wert ist, ergründet zu werden.

Als Saat favorisiere ich Vollkorn-Leinsamen. Leinsamen sind glutenfrei, besitzen ein vollständiges Protein-Profil, sowie ein optimales Omega-Fettsäuren-Verhältnis und haben sehr positive glykämische Werte.

Bratöle / Bratfette

Bei allen Ölen & Fetten ist es entscheidend, dass sie kalt gepresst wurden. Also sorgfältig per Hand ohne starke Erhitzung und ohne industriellen Methoden. Ansonsten ist vor allem der Rauchpunkt entscheidend. Daher eignen sich fürs Braten nur wenige Produkte. Kokosöl. Palmöl, Ghee, Avocado-Öl und Olivenöl gelten als besonders gesund und Temperaturen bis zu 200 Grad sind kein Problem. Wird der Rauchpunkt überschritten findet eine Oxidation statt. Dadurch entsteht dunkler Rauch und das Essen sollte man lieber entsorgen. Ist mir bei diesen Produkten aber noch nicht passiert. Darüber hinaus gelten sie als besonders gesund. Für Menschen, die den Geschmack oder Geruch nicht mögen, gibt es auch immer eine milde Variante.

Wer sich mit dem Thema biochemisch auseinandersetzen will, der kann sich mal auf Urgeschmack.de etwas umsehen.

Salze

Salze sind so ein Beispiel an dem man gut sehen kann, wie relevant die qualitativen Unterschiede sind, wenn man sich damit beschäftigt. Die meisten Menschen wissen nichtmal um die unzähligen Arten von Salze, sondern kennen nur das Supermarktsalz, welches eigentlich garkein Salz mehr ist, da sämtliche Elemente durch industrielle Verarbeitung entfernt wurden.

Davon abgesehen ist es aber vielleicht ganz interessant zu wissen, dass wir Salz garnicht brauchen. Sämtliche Mineralien, welche wir für uns brauchen, befinden sich in vollwertigen Lebensmitteln. Außerdem überdeckt Salz einzelne Geschmacksaromen von Lebensmitteln und sorgt auch für eine „Verirrung“ unserer Geschmacksknospen. Lässt man das Salz weg, schmecken diese Lebensmittel oft erstmal recht fad. Das ändert sich jedoch, wenn man es mal einen Monat durchzieht und den Geschmacksknospen eine Regenerationszeit gönnt.

Das bedeutet aber nicht, dass man auf Salz verzichten muss. Ich will damit eher ein Bewusstsein schaffen. Was man damit macht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn man allerdings zu Salz greift, sollte man nach hochqualitativem, natürlichem Salz Ausschau halten. Man erkennt es an seiner rosa-rot-orangen Farbe. Dieses Salz wird aus uralten Gebirgen gefördert, welches durch den Druck der Urmeere so komprimiert wurde, dass unsere Zellen es beinahe zu 100% aufnehmen können. Zu dem kann man sich sicher sein, dass es durch den Menschen, im Gegensatz zum Meersalz, nicht verunreinigt wurde. Es enthält sehr viele Elemente und schmeckt auch sehr viel milder als normales Salz.

Nachwort

Bitte versteht mich nicht falsch. Ich habe absolut kein Problem mit unterschiedlichen Ernährungsstilen und ich kann auch die Beweggründe verstehen, die jemanden in so eine Entwicklung lenken. Ich habe alle bekannten Stile schon selbst ausprobiert, bin ernährungstechnisch auch bewandert genug, um mich auf jeden Stil einzustellen. Und ich finde es absolut lobenswert, wenn Menschen sich Gedanken um ihre Ernährung machen, ganz gleich, welche Richtung man letztlich einschlägt.

Wo ich aber ein Problem mit habe sind 2 Arten von Menschen. Erstens Menschen, die meinen ihre Wahrheit Anderen aufdrängen zu müssen, weil sie glauben die absolute Wahrheit zu kennen. Und zweitens Menschen, die ihre Wahrheit dann auch noch versuchen mit falschen Fakten belegen zu müssen und so verstrahlt sind, dass sie garnicht mehr in der Lage sind, ihre eigenen Aussagen zu hinterfragen. Weder inhaltlich noch in ihrer Art und Weise.

Was ich darüber hinaus äußerst bedauerlich finde ist, dass diese Menschen sich so in ihrer Ideologie verlieren, dass sie sozial so inkompetent werden und Menschen mit einer anderen Meinung oder einem anderen Lebensstil aus ihren Kreisen kategorisch ausschließen. Ich finde, wenn man schon den gemeinsamen Nenner der gesundheitsbewussten Ernährung hat, kann man das doch als Basis verwenden um näher zusammenzukommen und voneinander zu lernen. Das war zumindest immer meine Hoffnung, welche ich langsam aufgebe.

Lebensqualität und Genuss bedeutet nicht immer alles irgendwie richtig zu machen und fehlerfrei zu sein. Manchmal bedeutet es auch sich gehen zu lassen und Fehler akzeptieren zu können. Eine Balance aus den eigenen Bedürfnissen und eigenen Idealen zu finden.

Ideologien sind sicher wichtig, um einen eigenen Weg für sich selbst zu finden. Ich selbst folge auch einer Ideologie. Meiner eigenen Wahrheit, die sich auf meinen Erfahrungen und Empfindungen aufbaut und teils philosophische, esoterische, (schwarz-)romantische, religiöse und okkulte Züge beinhaltet. Für mich sind Idelologien eine Möglichkeit Realitäten emotional zu verarbeiten. Und zwar kreativ und konstruktiv und nicht destruktiv. Keine Realität sondern ein Interpretationsrahmen für Realität. Welche mich bis zu einem gewissen Grad auch führen aber nicht verführen sollte.

Und ich glaube, dass wir eine Sache wieder lernen sollten. Nämlich dass es in einer Diskussion vordergründig nicht darum geht, wer recht und wer unrecht hat. Sondern darum einen Konsens zu finden und darauf gemeinsam etwas aufzubauen. Das klappt natürlich nicht immer. Aber es würde vielleicht öfter klappen, wenn wir uns mehr Gedanken darüber machen, was wir wollen und wie wir es am Besten erreichen.

„Alles ist Gift, es ist Gift in allem; die Dosis macht das Gift.“ - Paracelsus