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Nachwort

Bitte versteht mich nicht falsch. Ich habe absolut kein Problem mit unterschiedlichen Ernährungsstilen und ich kann auch die Beweggründe verstehen, die jemanden in so eine Entwicklung lenken. Ich habe alle bekannten Stile schon selbst ausprobiert, bin ernährungstechnisch auch bewandert genug, um mich auf jeden Stil einzustellen. Und ich finde es absolut lobenswert, wenn Menschen sich Gedanken um ihre Ernährung machen, ganz gleich, welche Richtung man letztlich einschlägt.

Wo ich aber ein Problem mit habe sind 2 Arten von Menschen. Erstens Menschen, die meinen ihre Wahrheit Anderen aufdrängen zu müssen, weil sie glauben die absolute Wahrheit zu kennen. Und zweitens Menschen, die ihre Wahrheit dann auch noch versuchen mit falschen Fakten belegen zu müssen und so verstrahlt sind, dass sie garnicht mehr in der Lage sind, ihre eigenen Aussagen zu hinterfragen. Weder inhaltlich noch in ihrer Art und Weise.

Was ich darüber hinaus äußerst bedauerlich finde ist, dass diese Menschen sich so in ihrer Ideologie verlieren, dass sie sozial so inkompetent werden und Menschen mit einer anderen Meinung oder einem anderen Lebensstil aus ihren Kreisen kategorisch ausschließen. Ich finde, wenn man schon den gemeinsamen Nenner der gesundheitsbewussten Ernährung hat, kann man das doch als Basis verwenden um näher zusammenzukommen und voneinander zu lernen. Das war zumindest immer meine Hoffnung, welche ich langsam aufgebe.

Lebensqualität und Genuss bedeutet nicht immer alles irgendwie richtig zu machen und fehlerfrei zu sein. Manchmal bedeutet es auch sich gehen zu lassen und Fehler akzeptieren zu können. Eine Balance aus den eigenen Bedürfnissen und eigenen Idealen zu finden.

Ideologien sind sicher wichtig, um einen eigenen Weg für sich selbst zu finden. Ich selbst folge auch einer Ideologie. Meiner eigenen Wahrheit, die sich auf meinen Erfahrungen und Empfindungen aufbaut und teils philosophische, esoterische, (schwarz-)romantische, religiöse und okkulte Züge beinhaltet. Für mich sind Idelologien eine Möglichkeit Realitäten emotional zu verarbeiten. Und zwar kreativ und konstruktiv und nicht destruktiv. Keine Realität sondern ein Interpretationsrahmen für Realität. Welche mich bis zu einem gewissen Grad auch führen aber nicht verführen sollte.

Und ich glaube, dass wir eine Sache wieder lernen sollten. Nämlich dass es in einer Diskussion vordergründig nicht darum geht, wer recht und wer unrecht hat. Sondern darum einen Konsens zu finden und darauf gemeinsam etwas aufzubauen. Das klappt natürlich nicht immer. Aber es würde vielleicht öfter klappen, wenn wir uns mehr Gedanken darüber machen, was wir wollen und wie wir es am Besten erreichen.

„Alles ist Gift, es ist Gift in allem; die Dosis macht das Gift.“ - Paracelsus

25.3.16 08:28

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