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Süßungsmittel

Dieses Thema ist etwas komplexer als es die meisten Seiten darstellen. Das Haushaltszucker ungesund ist, ist ja kein Geheimnis. Auch Honig ist für uns, entgegen der allgemeinen Meinung, ungesund und hat letztlich dieselben negativen Wirkungen wie Zucker, da er zu etwa 80% aus Zucker besteht. Das musste ich am eigenen Leib erfahren. In meiner Low-Carb Zeit wollte ich Honig dahingehend testen und habe eine Scheibe Brot mit ein wenig Honig gegessen. Die Folge waren wochenlange Heißhunger-Attacken, die ich nur mit massenhaft Obst in den Begriff bekommen konnte. Das hat mich jetzt nicht krank gemacht, aber die starke Wirkung auf den Blutzucker wurde mir damit deutlich. Und das ganze Obst wurde irgendwann verdammt teuer.

Das ist aber eigentlich nichts Besonderes. Honig ist speziellkonzipierte Nahrung für Bienen und deren Nachwuchs. Diese Tiere haben aufgrund ihrer Flügel einen wesentlich höheren Energiebedarf als wir Menschen. Dass Honig für uns nicht folgenlos funktioniert, erklärt sich für mich daher eigentlich von selbst.

Außerdem sehe ich den Verzehr von Honig auch im Sinne des Tierwohls sehr kritisch. Denn wir entziehen ihnen damit einen Teil ihrer Lebensgrundlage. Es wird zwar immer Nachhaltigkeit suggeriert, aber was weg ist, ist weg und muss erneuert werden. Und das bedeutet andauender Stress für die Bienen. Inbesondere im Hinblick darauf, dass sie es mittlerweile ohnehin schon schwer genug haben, ausreichend Nektarquellen zu finden.

Mein Ersatzfavorit für Haushaltszucker ist Birkenzucker. Und mein Ersatzfavorit für Honig lautet Yacon-Sirup. Beide Produkte bestehen zum größten Teil aus Zuckerformen, welche nur äußerst geringfügig von der Leber abgebaut werden können und in dem Fall den Blutzuckerspiegel stabilisieren, statt ihn kurzzeitig zu erhöhen. Der Großteil dieser Zuckerformen wird aber über den klassischen Weg ausgeschieden und kommt unseren positiven Darmbakterien zu Gute. Außerdem ist beides basisch und diabetikerfreundlich. Optisch und geschmacklich ähneln Birkenzucker und Yacon-Sirup dem Haushaltszucker und dem Honig sehr stark. Desweiteren gibt es für die jeweiligen Produkte auch noch andere gesundheitsfördernde Effekte und keinerlei Probleme mit Heißhunger. Allerdings muss sich unser Körper erst an diese Zuckerformen gewöhnen, weshalb man es zu Anfang nicht übertreiben sollte. Sonst kann es zum Durchfall oder zu Blähungen kommen. Außerdem ist der Preis noch relativ hoch. Daher empfiehlt sich ohnehin ein sparsamer Umgang.

Andere verarbeitete Süßungsmittel, die ich bisher kennengelernt habe, werden von unserer Leber verstoffwechselt und wirken sich sehr negativ auf unseren Blutzucker, unserer Psyche, unserer Zahn- und Darmgesundheit aus. Das gilt sowohl für sämtliche Streuzuckerarten, sämtliche Sirups, Honige, Dicksäfte und auch für getrocknete Früchte. Ein Zuviel an Zucker führt bei mir schnell zu depressiven Verstimmungen. Und dieses Zuviel kann schon recht wenig sein. Ich denke, das kann für depressive Menschen ein wesentlicher Faktor sein, der vom Arzt natürlich nicht gesehen wird.

Die einzige Ausnahme wäre noch Stevia. Allerdings soll Stevia eine Süßkraft von 400:1 zu Haushaltszucker haben. Das klingt schwierig zu managen und der Preis ist ungleich höher.

Ansonsten findet ihr aber auch eine günstigere, geschmacklich vielfältigere und ebenfalls gesunde Alternative im Pürieren von Obst und Nüssen oder Gewürzen wie Zimt, Kurkuma, Kokosraspeln, Vanille oder Kakaopulver. Mit dem Pürieren kann man sich auch ganz einfach Ersatz für Marmeladen und Nusscremes selbst machen und Zutaten nach eigenen Ideen kombinieren.

25.3.16 08:37

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