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Ist Tiertötung per se verwerflich?

Diese Frage umfasst mehrere Facetten. Erst einmal bin ich der Meinung, man solle Tiertötung nicht mit Tierquälerei in einen Topf werfen. Denn leid- und stressfreies Töten ist kein Ding der Unmöglichkeit sondern lediglich eine Frage von Sorgfalt. Und ja, mir ist bewusst, wie herzlos das gerade klingt. Mich erschreckt es bei dieser Formulierung selbst ein wenig. Ist aber nicht so gemeint. ^^

Ob Tiere für den Fleischverzehr nicht sterben dürfen, ist für mich aber eine ganz andere Diskussionsgrundlage. Denn Leid ist kein Naturgesetz. Töten um zu (über)leben aber schon. Diese Fragestellung wirft dadurch eine Kette von weiteren Fragen auf, die mit menschengemachter Tierquälerei in keinerlei Verbindung stehen und nur sinnvoll diskutiert werden können, wenn man Emotionalitäten und Idealismus mal beiseite schiebt.

Ein paar Beispiele:
- Welche Stellung hat der Mensch in der Natur als bewusstes Wesen?

- Warum darf man Pflanzen töten aber Tiere nicht? Weil wir glauben sie würden nichts fühlen oder denken können?
Das sie empfinden und kommunizieren können steht mittlerweile außer Frage und ist auch offensichtlich.

- Wie kann man es bewerten dass, Tiere Tiere töten um zu überleben?

- Inwieweit spielt das Faktum Überleben überhaupt eine Rolle? Denn es gibt viele Tiere die auch aus Spaß töten. Delfine und Katzen zum Beispiel. Und das tun sie auf teils grausamste Weise.

Was ich damit ausdrücken will: Philosophisch bewegt man sich hier in einem Terrain, dass mit einem naturnahen Leben fast nichts mehr zutun hat, weil sich Lebewesen solche Fragen vermutlich garnicht stellen. Insofern ist es äußerst schwierig hier ein richtig oder falsch auszuhandeln. Diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten oder sie vielleicht einfach mal offen und unbeantwortet lassen. Wäre ja auch eine Option.

Nachdem diese Problematik ausreichend erläutert wurde, wird dann noch oft die Frage hinterher geschoben, ob man Haustiere auch töten würde? Vermutlich würde man das nicht. Aber das hat auch seine Berechtigung. Denn durch die Entscheidung des sozialen Zusammenlebens mit diesem Tier baut man eine emotionale Beziehung zu ihm auf und es entwickelt sich eine größere Empathie. Das kann natürlich auch mit Nutztieren passieren. Aber das muss nicht jedem Menschen so ergehen. Jeder Mensch hat ein individuelles Empathievermögen. Daher halte ich dieses Argument eigentlich für verfehlt.

25.3.16 08:45

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